Wallfahrtsnotizen 2006

Dienstag, 11. Juli 2006

Der achte Tag

Der Tag der Rückkehr von Konstanz mit der Bahn.

Ich erwachte früh von einem klaren, deutlichen Traum, stand auf und fand mich in einem Zimmer voller Bücher. ich nahm eins aufs Geratewohl heraus, schlug es auf, es war dick und großformatig, und ich stieß, es war die wenig bedruckte Seite 405, auf den Satz:

Ohne Trennung kommt keine Erleuchtung.

Da freute ich mich, und begann meine Sachen zusammenzupacken.

Wir radelten zusammen zum Bahnhof und dann fuhr ich los.

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Ich hatte eine gemütliche, besinnliche Bahnfahrt bis Karlsruhe, von dort radelte ich nach Waghäusel (hatte was liegengelassen bei den Brüdern vom Gemeinsamen Leben) und dann weiter bis genau 50 Meter vor dem Bahnhof Mannheim-Neckarau. Da passierte folgendes:

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Da war es natürlich erstmal Essig mit aller Sportlichkeit , die von den Konstanzer Freunden geradezu Autogrammpostkarten-mäßig mit bedeutungsvollem Hintergrund ins Bild gesetzt worden war.

autogrammpostkarte

Und es wurde alles inallem schließlich fast Mitternacht unter einem großen Vollmond, bis ich mein Kloster in Dieburg erreicht hatte.

Sonntag, 9. Juli 2006

Der siebte Tag

Ist zunächst der Abschied von Reute.

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Ich bin schon früh auf und radele nach dem Frühstück los, von den Brüdern freundlich verabschiedet, und bei ganz angenehmem Wetter, und mir geht immerfort die Frage im Kopf herum, die mir gestern gestellt worden ist:

"Was fangen wir nun mit dem angefangenen Leben an?"

Ein nettes Mitbringsel...

(Den sechsten Tag, den Tag der Sternwallfahrt, den werde ich nachreichen. Ich experimentiere mit der Bildqualität, und bin nicht so ganz zufrieden.)

Ich komme mittags gut bei den Freunden in Konstanz an, und wir verbringen den Nachmittag mit einer kleiner Tour durch den Wald bis nach Allensbach.

Der sechste Tag

Er gehört ganz der Sternwallfahrt. Aus der Region machen sich Gruppen auf zehn Wegen auf gen Reute. "Offen für die Liebe" war das Motto, und welches andere Symbol hätte dazu so gepaßt wie ein Herz? Auf ein kleines zum Anstecken haben wir zuallererst unseren Namen geschrieben.

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Ich marschiere von Mochenwangen aus mit, wo Sr. Yvonne vor dem Losgehen einen geistlichen Impuls zum Leben der Guten Beth gibt.

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Im Verlauf des Vormittags halten wir dann noch einmal inne, um uns über Sich-öffnen und Offensein auszutauschen.

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Und irgendwann wird es dann ziemlich finster und wir geraten in einen schönen Regen

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und werden so richtig durchgeweicht,

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was der guten Stimmung in der Gruppe - so etwa 15 Wallfahrer sind wir aus Mochenwangen - aber überhaupt keinen keinen Abbuch tut,

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wie man auf den Bildern von der Brotzeit unter dem Vordach einer Laderampe am Bahnhof Durlesbach sehen kann.

Und so kommen wir ganz fröhlich auf dem Klosterberg an.

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Das Unterwegssein beschließt eine Eucharistiefeier, in die von den Gruppen jeweils ein Stück eines großen Herzens zusammen mit der in der Gruppe erarbeiteten Botschaft eingebracht wird. Nach dem Gottesdienst ist man beim Kaffee zusammen, die Kinder spielen im Garten,

spiele

es gibt Führungen durch den Kräutergarten, und einfach gutes Miteinander und viele gespräche, bevor um 16 Uhr das große Finale im Klosterhof noch einmal alle versammelt.

Hier http://www.kloster-reute.de/inhal111Sternwallf.html gibt es noch mehr Bilder.

Ich bin im Maximilian-Kolbe-Haus untergebracht. Am Eingang hängt dieses Bild des Märtyrers, das ein KZ-Mithäfttling gemalt hat. (Die Abbildung ist nur ein Ausschnitt.)

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Abends mache ich noch bei schönem frischen Wetter aus purer Freude an der Bewegung eine kurze Tour nach Waldsee hinüber,

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fahre einmal um die Stiftskirche, in der das Chorhemd hängt, das die Gute Beth dem Probst Kügelin gefertigt haben soll, und dann schaue ich noch nach den Störchen.

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Die kann man live übrigens im Netz sehen:

http://www.stoerche-bw.de/home.php

Freitag, 7. Juli 2006

Der fünfte Tag

fängt grau in grau mit mich schön gleichmäßig abduschendem Regen an.

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Ich bin trotz aller Regenmontur bis zum Po (das ist eben auf einem Liegerad der tiefste Punkt der Sitzschale, wohin sich das Wasser unaufhaltsam seinen Weg sucht) runter naß, kaum daß ich von Hegne aus Konstanz erreicht habe. Den verregneten Vormittag habe ich nach den Laudes und dem Frühstück im Haus Ulrika des Klosters verbracht, um mir dort die Ausstellung über die selige Ulrika von Hegne

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und die Geschichte der Kreuzschwestern (vor allem in Deutschland) anzusehen. Und dann habe ich quer über den düsteren See

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den Katamaran nach Friedrichshafen genommen.

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Wo ich erstmal im Internetcafé tatsächlich einen Kaffee nehme. Und so wird der ungemütliche Tag nach und nach noch richtig komfortabel.

Und nach einer weiteren kurzen Radfahrt, verkürzt um noch einmal eine Bahnfahrt, während der es wieder regnet, komme ich fast trocken

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an mein Ziel: Kloster Reute bei Bad Waldsee, wo ich von den zwei bei den Franziskanerinnen von Reute stationierten Brüdern Kapuzinern erwartet werde.

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In der Pfarrkirche von Reute auf dem Klosterberg ist das Grab der Guten Beth, zu dem meine wallfahrende Radelei mich führen sollte.

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Über die Selige Gute Beth, ein stigmatisierte Mystikerin, mehr lesen kann man hier:

http://www.kloster-reute.de/inhalt111.html

Donnerstag, 6. Juli 2006

Der vierte Tag

Beginnt hier in Stühlingen mit der Schadensbilanz des Unwetters - es hat mehrere elektr(on)ische Geräte gebrezelt - kühler als die vergangenen, aber sonnig und freundlich. Und gleich, wenn Br. Wolfgang seine Proberunde mit dem Scorpion gedreht hat,

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werde ich mich gen Schaffhausen aufmachen, um dann am Hochrhein entlang gen Konstanz zu fahren.

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Überall sind Schäden von dem Unwetter zu sehen, abgerissene Äste auf den Wegen, von Kies und Schlamm überschwemmte Straßen, zerschlagene Feldfrüchte.

(Leider kriege ich die Fotos nicht hochgeladen, weil der Browser irgendeine Anfrage an Twoday schickt, auf die er aber keine Antwort zu kriegen scheint, weshalb der Upload nicht startet. Ich habe jetzt schon mal den Browser wechseln lassen, aber auch da hakt es irgendwie, endlose Zeit vergeht bis ein Bild hochgeladen ist. - Diese Notiz aus dem Internetcafé in Konstanz, wo man mir zwar zu helfen bemüht ist, aber richtig auch nichts machen kann, erklärt, warum die Bilder mit einem Tag Verzögerung auftauchen.)

Heute ist es wesentlich angenehmer zu radeln, weil es nur gelegentlich etwas schwüler wird, während mich die meiste Zeit am Hochrhein

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ein angenehmer Luftzug begleitet.

So komme ich pünktlich in das sehr schöne Kloster Hegne der Kreuzschwestern von Ingenbohl, Gründung übrigens eines Kapuziners, des P. Theodosius Florentini. das ist ein Blick in den Hof des Schlosses, das den Kern des klosters (seit Ende des 19. jahrhunderts) bildet.

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Ich werde sehr freundlich und gut in einem Gästehaus der Schwestern aufgenommen, am Abend kann ich an einer Anbetungsstunde teilnehmen und dann gehe ich noch durch die hereinbrechende Nacht am See spazieren.

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Mittwoch, 5. Juli 2006

Der dritte Tag

Heute ist definitiv nicht mein Tag, ich werde umdisponieren müssen. Aber damit stehe ich ja nicht allein.

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Aber mit einigerr Unterstützung der Schwarzwaldbahn

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bin ich doch richtig am Nachmittag über Donaueschingen kommend

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im Kapuzinerkloster Stühlingen, dem Kloster zum Mitleben,

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angelangt. Und da hat es dann am Abend ein geradezu gigantisches Gewitter gegeben.

Der zweite Tag

Nach einem wirklich köstlichen Müsli und einer Plauderei über das „Haus der Nächstenliebe“, das P. Robert Maria als Vision einer christlichen Lebensgemeinschaft von Menschen u.a. aus gescheiterten Beziehungen vorschwebt, mache ich mich auf.

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Im badischen Weingarten mache ich etwas vorgezogen eine Pause, aber der Ort ist einfach zu schön, und ich merke, daß mir heute die Sonne noch mehr zusetzt als gestern. Der Sonnenbrand erstreckt sich auf die Regionen, wo ich noch nie einen hatte, z.B. das untere Schienbein. Man sitzt/liegt auf dem Scorpion eben ausgestreckt wie auf einer Sonnenbank, wird allerdings höchst einseitig gebraten. An Karlsruhe vorbei geht die Fahrt über Rastatt gen Offenburg und von dort über Gegenbach das Kinzigtal hinauf nach Zell.

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Da sieht es schon recht schwarzwaldmäßig aus, aber es wird doch abends gegen halb sieben, bis ich in Zell eintreffe.

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In der Wallfahrtskirche hier, die die Brüder neben einem kleinen Bildungshaus betreuen, wird auf dem Jakobsweg Maria als die Löserin der Ketten verehrt. Für mich ist der Zielpunkt erstens ein frohes Wiedersehen mit P. Tim, der seinen Genesungsurlaub hier verbringt, zweitens eine Wiederbegegnung mit Br. Leonhard Lehmann aus Rom, der gleich das Scorpion im Garten ausprobiert, und schließlich bin ich einfach froh

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angekommen zu sein, denn der Tag hat ganz schön geschlaucht. Der Sonnenbrand ist schlimmer geworden, trotz aller Hautpflege, und irgendwas im Magen scheint auch nicht zu stimmen.

Der erste Tag

Es ist dann doch Viertel nach zehn geworden, bis ich mit dem Reisesegen des Br. Joachim mich aufgemacht habe.

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Als ich Dieburg verließ, kam da gerade eine Bikergruppe entlang, Holländer und Deutsche, ausgerechnet aus Offenburg, wo ich ja auch noch vorbei kommen werde. Aber so recht zum Fotografieren komme ich gar nicht, ich habe erst einmal genug damit zu tun, mich aufs Radeln und Reisen richtig einzustellen. Mehr als das Pedalieren setzt mir die pralle Sonne zu, aber dann komme ich doch abends um kurz nach fünf wohlbehalten im ehemaligen Kapuzinerkloster Waghäusel bei den Brüdern vom Gemeinsamen Leben an.

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Dort nimmt mich P. Robert Maria p-robert-mariasehr freundlich auf, und es wird noch ein rechter Thomas-Festtag: ein indischer Gast feiert eine Messe auf Deutsch nach dem Ritus der Thomas-Christen.

http://www.oki-regensburg.de/kirchen/4-1-2.htm

Die Brüder vom Gemeinsamen Leben wiederum sind ihrer Spiritualität nach Augustiner und pflegen in Waghäusel eine stark marianisch geprägte Frömmigkeit an diesem Wallfahrtsort zur "Mutter mit dem gütigen Herzen".

mugomdgh

Montag, 3. Juli 2006

Was nicht getan ist

tut sich nimmermehr...

Es geht los. 10.00 Uhr

Sonntag, 2. Juli 2006

Das nehm' ich mit - Ausrüstung (2)

Nicht ohne mein Brevier, klar.

brevier

Das Buch, mit dem ich bete, das muß mit. Und der Rosenkranz natürlich auch.rosenkranz1

Una ultima


Freue dich, es ist später als du denkst.

Was essen wir heute?

Gemüsesuppe legiert, Brat-Hähnchen, Pommes frites und Salat, Eis und Apfelkuchen

Was ist neu?

Sehr schön anzusehen,...
Sehr schön anzusehen, gerade in der kalten Jahreszeit....
Gretasol - 23. Dez, 12:12
Wunderschön!
Wahnsinns-Fotos! Welche Kamera benutzt du?
Bamboo77 - 6. Jul, 17:37
Herrliche Maitage
über dies Pfingstfest: Ich bin wieder mit dem...
Hans-Heinrich - 12. Mai, 16:29
Marienmonat Mai
Hans-Heinrich - 10. Mai, 14:14
Im Garten
ist heute Pflanzzeit, und gestern haben wir den Namenstag...
Hans-Heinrich - 9. Mai, 16:42
Von der Radtour
In der Nähe von Dieburg
Hans-Heinrich - 5. Mai, 00:27
beide Bilder strahlen...
beide Bilder strahlen eine einladende Ruhe aus...
sandhexe - 18. Apr, 23:18
Der Garten
blüht und das Pfortenzimmer wartet.
Kapuzinerküche - 18. Apr, 19:57
Und da liegt die Pracht
schon am Boden
Kapuzinerküche - 14. Apr, 22:28
Wie traurig
unsere Magnolie mit ihren braun verfrorenen Knospen...
Kapuzinerküche - 8. Apr, 01:49

Was ist bei uns im Kloster los?

Die tägliche Gottesdienstordnung findet man unter den Links.

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Öffentlich zugänglich ist die Kapuzinerküche nun seit
4191 Tagen
Zuletzt wurde etwas in ihr zusammengebraut am
23. Dez, 12:12

Und soviele Male hatten wir Besuch in der Kapuzinerküche

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