P. Norbert

der hier in der Mitte am Frühstückstisch sitzt, bleibt heute noch bis nach dem Mittagessen - um herauszukriegen, was ihm demnächst hier blüht. Ich muß mir also mit dem Kochen ein bißchen Mühe geben.
Kapuzinerküche - 10. Sep, 13:20



Wenn ein Bruder die Gemeinschaft verläßt, werden auf einmal an den verschiedendsten Stellen die Dienste sichtbar, die er getan hat - weil nun jemand anderer sie tun muß. Tomasz zum Beispiel läutet nun morgens zu den Laudes im Chor mit der Glocke im Flur, wie es bis gestern Benvenut gemacht hat. Und im Chor steht nun die Muttergottes, die Benvenut uns bei seinem Weggang hinterlassen hat.


Und vorher schon ist die Kirche geöffnet worden, die Pforte, sind die Zeitungen geholt worden. Dabei bleibt dann beim Öffnen der haustüren auch noch Zeit, einen Blick in den schon recht herbstlich-frösteligen Garten zu werfen, bevor es ans Vorbereiten des Frühstücks geht.
P. Benvenut verläßt uns am Abend, um auf die Pflegestation des Klosters Münster zu ziehen. Dort wird er aufmerksamere Pflege finden als sie hier im Kloster möglich ist. Er tritt seinen kleinen Umzug ganz getrost an und wird von den Brüdern Ephrem und Justinus, die zu einem Treffen mit den Missionshelfern hier sind, mit nach Münster genommen. 
Wir haben das Haus den ganzen Tag voller Gäste. Schon beim Frühstück sind Schüler der Abiturklassen aus der Georg-Büchner-Schule in Darmstadt bei uns zu Tisch; sie verbringen bis nach dem Mittagessen - das mengenmäßig gerade so hinreicht - einen Besinnungstag mit Br. Paulus bei uns. Am Nachmittag kehrt P. Wolfgang aus dem Frankfurter Krankenhaus zurück. Und Helgard freut sich, daß sie in der Rekreation die Passionsblume zum Blühen gebracht hat.









